Monatsbericht Februar 2021

Im Februar haben wir alle 70 Wahlkreise in Baden-Württemberg angeschrieben, wir haben uns für die Kandidaten der großen 5 Parteien entschieden und diese alle persönlich angeschrieben. Viele haben geantwortet und es sind gute Gespräche entstanden die auch noch nachwirke, es gibt Nachfolgetermine im März und April, mit einigen Politikern bleiben wir in Kontakt. Wir möchten uns für den wertschätzenden Austausch und die Rückmeldungen bedanken. Wir wünschen uns Zusammenarbeit und möchten an unseren Zielen und Veränderungen weiter arbeiten.

Hier präsentieren wir unseren Monatsbericht.

Stellungnahme zur aktuellen Corona Situation in den Kitas in Baden-Württemberg. (20.03.2021)

Am 22.02.2021 starteten die Kitas in Baden-Württemberg wieder in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Seit Beginn des Jahres weisen wir als Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg darauf hin, dass eine Öffnung der Kitas in diesem Umfang nur mit einer stimmigen Teststrategie tragbar ist.

Aktuell sieht die Teststrategie maximal zweimal wöchentliche freiwillige Testungen des Personals auf Grundlage eines Berechtigungsscheins vor.

In vielen Kitas gibt es aktuell kein geschultes Personal, welches die Schnelltest durchführen kann, genau so fehlt es an gut organisierten Alternativen. Hier sehen wir die Notwendigkeit, Träger und Kommunen zu einem einheitlichen und sinnigen Handeln anzuhalten statt der aktuellen Willkür walten zu lassen.

Unserem Erachten nach muss mindestens dreimal die Woche die Möglichkeit bestehen sich vor Dienstbeginn einem Schnelltest zu unterziehen. Diese Zeit ist selbstverständlich als Arbeitszeit anzurechnen. Die Testungen können durch geschulte interne oder externe Personen durchgeführt werden. Optional können Kitas Selbsttests zur Verfügung gestellt werden, welche nach einer Unterweisung selbst durchgeführt werden können, um alle Dienstzeiten wie Früh- und Spätschicht abzudecken. Wichtig ist jedoch, dass die Träger und Kommunen verpflichtet werden, entsprechende Rahmenbedingungen und Testmöglichkeiten bereitzustellen.

Wir fordern einheitliche Regelungen in Bezug auf:

  • Schnelltestmöglichkeiten vor Dienstbeginn und als Arbeitszeit
  • Möglichkeit der Testungen in der Kita als Selbsttest
  • Berechtigungsscheine bzw. Testmöglichkeiten für mindestens dreimal die Woche
  • Einheitliche und verbindliche Mindeststandart der Teststrategie müssen in allen Kitas umgesetzt werden

An dieser Stelle möchten wir erneut darauf hinweisen, dass eine schlüssige Schnellteststrategie auch die Kinder und Familien miteinbezieht. Denkbar wäre es, die Kinder ebenfalls auf freiwilliger Basis und unter Beisein mindestens eines Sorgeberechtigten zu testen. Mittlerweile gibt es Tests, welche nur im vorderen Nasenbereich angewendet werden, was wir als für Kinder zumutbar erachten, und unter Anleitung auch von Laien durchgeführt werden können. Denkbar wäre beispielweise eine Sonntäglich Testung durch die Eltern via Videokonferenz angeleitet. Somit kann sichergestellt werden, dass nicht kurz nach Wochenbeginn Kitas aufgrund „diffusen Infektionsgeschehens“ geschlossen werden müssen. Alternativ könnten Kinder auch mindestens einmal die Woche vor Beginn ihrer Kitabetreuungszeit unter Aufsicht getestet werden.

Seit dem 23.02.2021 sind Mitarbeiter in Kitas in der Impfpriorität gestiegen. Diese Möglichkeit befürworten wir vom Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg und sehen es als einen wichtigen Schritt, um die Gesundheit des Personals in Kitas zu schützen. Wie gemeinhin bekannt ist, kann in diesem Arbeitsbereich kein Abstand zu den zu betreuenden Kindern eingehalten werden, noch durchgehend ein Mundschutz getragen werden, da Kinder auf die Mimik ihrer Mitmenschen für die eigenen kindliche Entwicklung angewiesen sind.

Mittlerweile ist bekannt, dass Impftermine rar sind und darauf kaum Einfluss genommen werden kann, ebenso wie auf die Wahl des Impfstoffs. Auf Grund dessen fordern wir, dass auch dieser Bereich der Gesundheitsfürsorge klar geregelt werden muss.

Wir fordern verpflichtend:

  • Impfungen vor Ort per „Impfmobil“ oder „Impfstationen“ direkt in der Kommune auch für Kita-Fachkräfte zu organisieren
  • Der Tag der Impfung und der Folgetag muss Sonderurlaub bei voller Entgelt Fortsetzung sein

Aktuell haben wir in den meisten Landkreisen in Baden-Württemberg erneut mit steigenden Inzidenzen zu tun. Immer öfters erkranken auch Kinder. Gerade unter Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbreiten sich die Virusmutationen schneller und weitläufiger als erwartet. Immer mehr Kitas müssen geschlossen werden und zig Familien müssen daraufhin in Quarantäne geschickt werden.  

Wir fordern einheitliche und verbindliche Regelungen um die Situation schnellst möglich zu stabilisieren und vor allem um den Gesundheitsschutz für Kinder, Familien und Kita-Personal zu gewährleisten.

Als Alternativen beziehungsweise zur Verbesserung zum aktuellen „Regelbetreib unter Pandemiebedingungen“ sehen wir unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Wechselnde Betreuung in immer gleichen Kleingruppen (rollierendes System)
  • Gruppen dauerhaft verkleinern um Infektionsketten möglichst gering und nachvollziehbar zu halten
  • Bereitstellung ausreichender personeller Ressourcen, das heißt kein Wechsel innerhalb der Kohorten von Personal und Kindern
  • Reduzierung der Öffnungszeiten nach einem vorher festgelegten Ampelsystem (Inzidenz und Personalschlüssel)
  • Verbindliche Notfallpläne für Eltern die systemrelevanten Berufen angehören
  • Klare Regelungen bei Erkrankungen der Kinder, Familienmitgliedern und dem Kitapersonal
  • Keine Rückkehr nach einer Krankheit ohne Gesundheitsbestätigung
  • Nach einer Coronaerkrankung muss ein negatives Testergebnis vorgewiesen werden
  • Kinder und Personal müssen bei Erkältungskrankheiten mindestens 48 Stunden ohne Symptome sein bevor die Kita wieder betreten werden darf
  • Testmöglichkeiten auch für Kinder. Hier wäre es denkbar, dass diese von den Eltern in der Kita vor Kitabesuch durchgeführt werden
  • Wir fordern eine repräsentative aktuelle Studie zur Verbreitung des Covid-19 Virus und seiner Mutationen in Kitas. Dies Studie muss durch ein unabhängiges Institut durchgeführt werden

Unser Schreiben an den KVJS – (18.03.2021)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir als Verband Kita-Fachkräfte BW möchten uns heute bei Ihnen vorstellen.

Seit unserer Gründung im Januar sind wir ein stetig wachsender und aktiver Verband.

Gemeinsam mit Eltern, Trägern und Interessierten machen wir uns auf den Weg um die Bedingungen in den Kitas in Baden-Württemberg bedeutend zu verbessern. Kitas müssen zu einem Ort werden, an dem Kinder, Eltern und Pädagogen zusammen Wachsen, Erleben und Leben können – denn „wir stehen für Veränderung!“.

Wir verfolgen kontinuierlich unserer Ziele:

           1. Verbesserung der Arbeitsbedingungen

           2. Anpassung an einen zeitgemäßen Personalschlüssel

           3. Einheitliche und praxisnahe Ausbildung

           4. Verpflichtende Zusammenarbeit zwischen Träger, Leitung, Team und Eltern.

Sie als KVJS-Landesjugendamt fördern die Tagesbetreuung und Erziehung in der Familie durch modellhafte Vorhaben, durch fachliche Begleitung und durch Fortbildungsveranstaltungen. 

Wir als Verband würden uns sehr gerne mit Ihnen in Verbindung setzen und eine aktive Zusammenarbeit anstreben.

Als zuständiger Dachverband für unseren Bereich der Kindergärten, Kindertagesstätten etc. sind sie der Ansprechpartner für unsere Anliegen. Hier sehen wir eine große Chance, durch Vernetzung eine für alle gewinnbringende Zusammenarbeit zu schaffen. Wie Sie unseren Zielen entnehmen könnten, ist ein wichtiger Punkt für uns der zeitgemäße Personalschlüssel. Hier sehen wir dringend großen Handlungsbedarf, da dieser seit vielen Jahren trotz steigender Arbeitsanforderungen, nicht angepasst wurde. Qualitätsmanagement, Dokumentation, Veränderungen in Familienstrukturen und deren Bedarfe sowie erhöhter Betreuungsbedarf einzelner Kinder sind nur einige Beispiele für die Veränderung unseres Berufsalltags.

Ihr breites Angebot an Fachtagungen und Fortbildungen würden wir gerne unterstützen. Durch unsere Arbeit können wir direkt aus der Praxis berichten und hier anfallende Themen mit einbringen.

Wir hätten uns bereits in der Vergangenheit mehr Transparenz gewünscht, denn meist fehlt leider ein aktiver Austausch mit den Fachkräften vor Ort. Wir hoffen dies nun ändern zu können.

Für aktuelle Informationen können Sie sich auf unserer Homepage

www.verband-kitafachkraefte-bw.de informieren.

Sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne per Email.      

Mit freundlichen Grüße

Anja Braekow

1.Vorstand

Nachgefragt – Mühlacker Tagblatt (04.03.2021)

Nachdem wir unseren zweiten Pressebericht an diverse Tageszeitungen versendet hatten, hat unsere Beisitzerin Corinna Mühleis, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit dieses Interview gegeben.

„Im Januar wurde der Kita-Fachkräfte-Verband
Baden-Württemberg mit Sitz in Pforzheim gegründet.
Was ist die Aufgabe des Verbands ?
Wir machen uns stark für unsere Berufsgruppe
und möchten deren Rahmenbedingungen
verbessern. Wir wollen den
Beruf Kita-Fachkraft in den Fokus stellen
und der Öffentlichkeit zeigen, wie
toll der Job ist. Dabei haben wir uns vier
Ziele gesetzt: Verbesserung der Arbeitsbedingungen,
Anpassung an einen zeitgemäßen
Personalschlüssel, einheitliche
und praxisnahe Ausbildung sowie eine
verpflichtende Zusammenarbeit zwischen
Kita-Träger, Leitungen, Team und
Eltern.


Was sind die größten Probleme von Kitas und
deren Personal ?
Im Moment dominiert die Pandemie unseren
Alltag, in dem wir Hygienevorschriften
und Vorgaben des Landes umsetzen
müssen. Ein großes Defizit sehen
wir im Personalschlüssel. Es gibt viele
offene Stellen, aber zu wenige Kita-
Fachkräfte, was auch mit der unattraktiven,
zum Teil unentgeltlichen Ausbildung
zu tun hat. Das Berufsbild hat sich
komplett verändert: Mittlerweile kommen
viele administrative Aufgaben dazu,
die Zeit kosten und quasi neben der erzieherischen
Arbeit her laufen müssen.


Was sind speziell in Bezug auf Corona die
Hauptschwierigkeiten von Kitas ?
Uns stört, dass wir als Kitas immer nur
als Fußnote oder eine Art Anhängsel der
Schulen auftauchen. Außerdem gibt es
in der Elternschaft Verunsicherungen.
Eine Erschwernis ist, dass Kinder keinen
Abstand kennen. Arbeit im Kindergarten
kann nicht auf Abstand funktionieren
– wir müssen wickeln, trösten etc.
Deshalb bin ich zwar für eine Öffnung
von Kitas, doch sollte sie schrittweise
und mit kleineren Gruppen erfolgen.


Arbeitet der Verband auch mit Abgeordneten
und Kommunalpolitikern in Pforzheim und
dem Enzkreis zusammen ?
Wir haben die Landtagskandidaten in
allen 70 baden-württembergischen
Wahlkreisen angeschrieben mit der Bitte,
an runden Tischen mit uns teilzunehmen.
Dieses Angebot wird von einem
Teil der Politiker angenommen – und zumindest
geantwortet haben die meisten.
Als Nächstes wollen wir auch mit Gemeinderäten
ins Gespräch kommen. „

Mühlacker Tagblatt, 04.03.2021

Eine weitere Stimme aus dem Vorstand

Diesen Spruch habe ich mir vor Jahren als Leitspruch für meine Arbeit gesetzt (und nicht nur in diesem Bereich). Auch meine Arbeit im Verband steht unter diesem Motto. Ich bin gelernte Erzieherin und Fachwirtin für Erziehungswesen und eben keine Marketingexpertin und auch keine Pressesprecherin. Dennoch habe ich es gewagt, im Verband den Posten der Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit Corinna zu übernehmen. Und siehe da, schneller als gedacht waren Briefe an diverse Politiker verfasst, Instagram und Gruppenmeetings erstellt und die Sache kam ins Rollen und was soll ich sagen… Ich bin überwältigt ob der Reaktionen. Und wieder einmal zeigt sich für mich, dass man etwas wagen, sich bewegen und Zweifel überwinden muss um etwas zu bewegen. Deshalb engagiere ich mich im Verband. Denn nur wenn wir uns bewegen kann sich etwas bewegen – hin zu besserem. In diesem Falle heißt dies für mich: hin zu besseren Arbeitsbedingungen, einem besseren Personalschlüssel, Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und vieles mehr. Werde auch du Mitglied und engagiere dich (aktiv oder passiv) für unser Arbeitsfeld und um den Kindern die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu geben, denn nichts weniger als diese haben sie (und auch wir) verdient!

Pressemitteilung März 2021

In Baden-Württemberg formatiert sich ein Kita-Fachkräfte-Verband


Pforzheim- Am 4. Januar 2021 gründete sich der Kita-Fachkräfte-Verband BadenWürttemberg.

Anhand der stetig wachsenden Mitgliederzahl zeigt sich die große
Notwenigkeit dieses Verbandes. Der Verband ist eine stetig wachsende Gemeinde bei
Social-Media-Kanälen und hat eine große Reichweite. Während der Coronapandemie
wurden bereits die ersten Briefe an verschiedene Politiker versendet, um auf die Erzieher
und Ihre Arbeitsumstände aufmerksam zu machen. Gerade in dieser Zeit wurde aufgezeigt,
wie systemrelevant die Sparte der Erzieher bzw. des Kita- Personals ist. Kitas sind der erste
Baustein des Bildungssystems und ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftssystems. Hier
wird unsere zukünftige Gesellschaft geprägt. Nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf sollte in der heutigen Zeit im Fokus sein, sondern auch die kindliche Entwicklung und
die dafür benötigte Pädagogik von gut ausgebildetem Personal. Hierfür braucht es
entsprechende Rahmenbedingungen. Für die Schaffung dieser setzt sich der Verband ein.
Die momentane Pandemie legte einige Defizite, wie z.B. den akuten Personalmangel oder
auch die Gruppengrößen, noch mehr offen. In Briefkontakten mit bedeutenden Politikern des
Landtags wurde auf die Gründung des Verbands aufmerksam gemacht und verschiedene
Vorschläge zur Wiedereröffnung der Kitas hervorgebracht.


Aktuell finden „Runde Tische“ mit den verschiedenen Parteien der Landkreise statt bzw. sind
in Planung. Das Interesse der Lokalpolitiker zeigt die Wichtigkeit des Themas Frühkindliche
Bildung.

Durch Kontakte mit weiteren Kitafachkraftverbänden entsteht ein deutschlandweit
agierendes Netzwerk. Der neu gegründete Verband verleiht dem pädagogischen Personal
ein berufspolitisches Gesicht.

Eine weitere Stimme aus dem Vorstand

Hallo zusammen,

Vorstellungsrunden sind nicht so mein Ding.

Aber was jedoch mein Ding ist, ist meine Träume zu verwirklichen, die kleinen Sehnsüchte in mir zu hören und ein kleines Stück Welt um mich herum zu verbessern. Das ist der Grund, wieso ich ohne zu Zögern den Ruf von Anja Katrin Braekow gefolgt war um den Verband ins Leben zu rufen.

Schon lange war ich unzufrieden mit der Situation in meinem Traumberuf aber alleine für etwas zu kämpfen entkräftet und bringt nicht die Wirkung, die man sich erhofft. Für mich war jedoch schnell klar, dass ich beim Verband im Hintergrund agieren möchte- und mich nur im äußersten Notfall an die Front stelle um die Interessen des Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten. Ich kann in der Öffentlichkeit besser singen als vor Menschen sprechen 😉. Das ist der Grund!

Deshalb wurde ich zum Kassenwart gewählt. Zu meinem Aufgabengebiet gehören die Mitgliederverwaltung, die Anträge bearbeiten und Mitgliedsbestätigungen versenden. Von mir bekommen alle Mitglieder die neusten Neuigkeiten zugesendet, wie z.B. den monatlichen Newsletter, Protokolle der Mitglieder-Treffen, Einladungen zu Mitglieder-Treffs und die Antworten der Politiker auf unsere Briefe.

Natürlich habe ich noch ein Herzensthema beim Verband an dem ich mit ein paar interessierten Mitgliedern arbeite werde:Die Ausbildung einheitlich und praxisnah zu gestalten. Das ist nämlich eines unserer Verbandsziele. Denkt dran: Wir sind viele- denn wir stehen für Veränderung!

Werde Mitglied und sei ein Teil der Veränderung!

Eure Tinci 🙂

Warum ich beim Verband dabei bin – eine Stimme aus dem Vorstand

Hallo zusammen,

Ich möchte mich gerne mit ein paar Worten an euch wenden. Noch heute Nachmittag wusste ich nicht, ob mich die Muse für dieses Posting noch küsst, und nun sitze ich hier und schreibe, wie ich oft rede: Ehrlich und wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Schon oft in meinem Leben bin ich an Grenzen gestoßen, die ich scheinbar, im ersten Moment, schwer oder kaum zu überwinden vermochte. Viele Schicksalsschläge haben mir immer wieder Steine in den Weg geworfen-doch für mich war zu jedem Zeitpunkt meines Lebens klar: Aufgeben ist keine Option!

Auch in meinem beruflichen Werdegang habe ich immer wieder gespürt, wie sehr es mir am Herzen liegt, mit ganzem Herzblut mit Menschen zu arbeiten, sie ein Stück ihres Lebens zu begleiten, ein Teil ihres Lebens sein zu dürfen. Viele Bereiche habe ich beruflich kennenlernen dürfen, von sozialen Brennpunkten über Arbeit im Heim, Hort und vielem mehr. Ich bin dankbar für jedes Lernen und jede Erfahrung, die ich dort machen durfte, auch wenn es oft mit Hilflosigkeit einherging und „Ich würde gerne so viel mehr geben“-und konnte es nicht aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen. Dass ich vieles richtig gemacht habe hat mir eine Situation vor etwa einem Jahr gezeigt: Ein früheres Mädchen aus einem meiner Arbeitsbereiche hat mich hier bei Facebook angeschrieben und mir gedankt, dass ich sie so genommen habe, wie sie war, auch „wenn ich weiß ich war nicht immer einfach“. Ja, sie war herausfordernd, doch ihre Reaktion zeigte mir, wie sehr sie in der Zeit bei uns wachsen und lernen konnte. (Sie war damals 8, jetzt ist sie 19 und geht ihren Weg-sie wird Erzieherin! 😉 )

Solche schönen Momente gab es oft, und doch war da seit ein paar Jahren dieses „Aber“. Dieses „Aber“ endete 2014 mit einer starken Tendenz Richtung Burnout, einem Jahr Krankschreibung-und der Überlegung, einen anderen Beruf zu ergreifen. Vieles stimmte nicht mehr für mich in der Kitawelt; Dinge, mit denen ich nur schwer oder gar nicht umgehen konnte, geschweige denn wollte. Gegen Ende dieses schweren Jahres 2014 war jedoch klar: Ich kann nicht ohne meinen Traumjob-also muss sich der Traumjob wieder für mich wie einer anfühlen. Ich suchte mir eine neue Stelle, mir ging es besser, doch das „Aber“ blieb. Ich wollte etwas verändern-nur was fehlte: Mitstreiter, die bereit waren, einen Weg der Veränderung zu gehen. Der Gedanke war jedoch stets da.

Dann kam Corona-und damit das Kennenlernen von so vielen tollen pädagogischen Fachkräften, die diesen Gedanken der Veränderung auch hatten. Und so entstand und reifte der Gedanke zur Gründung eines Verbands. Am 4.1.2021 kam dann endlich das, was viele Andere gemeinsam mit mir angestrebt hatten: die Verbandsgründung. Auf einmal wurden wir Viele, die unsere gemeinsamen Ziele verfolgen möchten: Die Kitawelt zu verändern und eine Stimme zu bekommen. In Kontakt gehen statt zu jammern. Veränderungswünsche klar zu formulieren und gehört zu werden. Ein wahnsinnig tolles Gefühl. Man lernt auch so viel über sich selbst dazu. Für uns alle ist dieser Verband zur Herzensangelegenheit geworden und wir geben alle unser Bestes, um diesen voranzubringen und in Austausch zu gehen-miteinander, mit Politikern, Trägern, Eltern, Interessierten usw. usf.

Wir möchten ALLE mit ins Boot nehmen, um eine bessere Arbeit in den Kitas zu ermöglichen. Wir alle sagen: Aufgeben ist keine Option! Werdet Mitglied, ob aktiv oder passiv! Wir stehen für Veränderung! Alles Liebe, Angie (2. Vorstand)